„Wir brauchen keine Regeln, wir mögen uns doch alle“ – so beginnen viele Gemeinschaftsprojekte. Die Soziologin Jo Freeman hat schon in den 1970er-Jahren beschrieben, wie das endet: Gruppen ohne bewusste Struktur bekommen eine versteckte. Wo niemand Regeln macht, gelten unsichtbare – meist die der Durchsetzungsstärksten und derer mit der meisten Zeit.
Klare, gemeinsam getragene Strukturen wirken darum befreiend. Wer weiß, wie entschieden wird und wer wofür zuständig ist, kann sich entspannt einbringen – auch leise, auch selten, auch spät dazugekommen.
Co-Campagne 40+ hat deshalb wenige tragende Regeln, die sich aus dem Konzept ergeben, allen bekannt, für alle gleich. Darüber beginnt der Gestaltungsraum, in dem die Gemeinschaft frei entscheidet und verändert. Gerahmte Offenheit nennt es das Konzept – und der Rahmen ist es, der die Offenheit lebbar macht.

