Wie viel Mitarbeit braucht ein gemeinschaftliches Wohnprojekt im Alltag? Weniger, als viele befürchten.
Die Erfahrung vieler Projekte zeigt allerdings auch: Reine Freiwilligkeit überlastet die wenigen Engagierten, reine Pflicht erzeugt Dienst nach Vorschrift. Bewährt hat sich ein Mittelweg in Schichten.
Die Basis ist ein kleines verbindliches Mitmach-Minimum für alle. Eine Analyse von sieben Vergleichsprojekten ergab eine Spannweite von 3 bis 11 Stunden/Monat (abhängig davon, wie viel die Bewohner:innen selbst erledigen und was sie über Betriebskosten auslagern), wählbar nach Neigung: kochen, Garten, Werkstatt, Buchhaltung und so fort. Alles über diese Zeit hinaus ist freiwillig, von gemeinsamen Aktivitäten bis zu saisonalen Aktionstagen.
Beiträge sind sichtbar und werden anerkannt, „gerankt“ wird nicht. Denn entscheidend ist das Gefühl von Fairness. Jede:r hat unterschiedliche Talente und mal mehr, mal weniger Energie und Zeit zur Verfügung. Wir sprechen offen über Erwartungen und finden Lösungen. Das ist Teil von Co-Campagne 40+.

