Vier an einem Tag

„Bo“ ist Dänisch für „wohnen“. Das unaussprechliche Wort Bofællesskab ist der dänische Begriff für Cohousing – und hochaktuell. Das kommt so:

Ende 2025 gab es in Dänemark (hals so groß wie Österreich) 613 Bofællesskaber, also gemeinschaftliche Wohnprojekte. Das zählte das Institut BUILD der Universität Aalborg.

410 davon sind ausdrücklich für die zweite Lebenshälfte gedacht.

Doch NOCH interessanter als diese Zahlen sind zwei andere: Zwischen 2020 und 2025 ist die dänische Cohousing-Landschaft rasant, nämlich um 162 Projekte und damit um 8.200 Wohnungen angewachsen. Das sind mehr als vier zusätzliche Cohousing-Wohnungen pro Tag!

Gemeinschaftliches Wohnen ist in den 1970er-Jahren von Dänemark aus bekannt geworden. Sein Weg nach Österreich zieht sich allerdings: Hier sind derzeit rund 140 gemeinschaftliche Wohnprojekte dokumentiert, in Tirol sind es fünf. Das Erfolgsgeheimnis des dänischen Models: Wer sich für Cohousing interessiert, muss nicht selbst eine Gruppe gründen und durch Jahre der Projektentwicklung führen. Man kann sich für eine Wohnung in einem bereits geplanten oder realisierten Projekt bewerben – gebaut von gemeinnützigen Trägern oder professionellen Entwicklern.

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